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Namensgeber des Spessart - Spechte

  • 15. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Mai

Der Spessart: Wo die Spechte zu Hause sind

Schon der Name unserer Region flüstert von alten Zeiten: Ursprünglich als „Spechtshardt“ bekannt, setzt er sich aus den Begriffen für den Specht und dem althochdeutschen Hardt (Bergwald) zusammen. Wörtlich übersetzt bedeutet er also „ein mit Hartholz bewaldetes und von Spechten bewohntes Gebiet“. Auch heute noch machen die majestätischen Eichen- und Buchenwälder des Spessarts ihrem Namen alle Ehre.


Die sieben Baumeister des Waldes

Wer mit offenen Ohren durch die naturnahen Wälder oder über die idyllischen Streuobstwiesen wandert, kann sie hören und sehen. Sieben verschiedene Arten haben hier ihr Revier gefunden:

  • Der Schwarzspecht (unser stolzes Wappentier)

  • Der Grünspecht und sein Verwandter, der Grauspecht

  • Der Buntspecht, der Mittelspecht und der winzige Kleinspecht

  • Der Wendehals, der durch sein außergewöhnliches Verhalten besticht


Da Spechte keine Freunde weiter Flugreisen sind, sieht man sie meist geschickt am Stamm auf- und abklettern – immer auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit oder einem neuen Bauprojekt.


Die Zimmerleute der Natur

Spechte sind weit mehr als nur Waldbewohner; sie sind die Architekten des Ökosystems. Mit ihren kräftigen Meißelschnäbeln zimmern sie kunstvolle Höhlen in die Stämme. Davon profitiert der ganze Wald: Sobald der Specht auszieht, finden „Nachmieter“ wie Käuze, Siebenschläfer, Marder oder seltene Fledermausarten ein sicheres Zuhause.


Ein Zeiger für gesundes Leben

Ein Specht ist wählerisch. Er liebt alte Baumriesen und braucht stehendes Totholz, in dem es vor Leben wimmelt. Deshalb gelten Spechtarten als wichtige Zeiger-Arten: Wo sie trommeln, ist der Wald noch im Gleichgewicht. Um diese Schlüsselrolle im Ökosystem zu bewahren, ist es für uns entscheidend, den Schutz alter Bäume und den Erhalt von Totholz zu fördern.


Quelle: In Anlehnung an den Naturpark Spessart


Das Wappentier: Der Schwarzspecht

Er ist der unangefochtene König unter den heimischen Spechten. Etwa so groß wie eine Krähe und in ein tiefschwarzes Federkleid gehüllt, ist er eine markante Erscheinung.

Woran erkennt man ihn? Während die Männchen einen leuchtend roten Scheitel tragen, begnügen sich die Weibchen mit einem roten Fleck im Nacken.

In ganz Deutschland gibt es nur etwa 50.000 Brutpaare – viele davon haben ihre Heimat in den weiten Mittelgebirgshöhen des Spessarts gefunden, wo sie Ruhe und Raum zum Leben finden.


Bild Schwarzspecht / 12138562O-Pixabay
Bild Schwarzspecht / 12138562O-Pixabay

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