Von den Höhen Aschaffenburgs über die Weltachse an den Main: Vom Aschaffenburger Südbahnhof zur Almhütte nach Kleinwallstadt
- vor 21 Stunden
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Traumhafte Ausblicke, das ruhige Naturschutzgebiet Altenbach, tolle Pfade und die legendäre Weltachse 😉. Die Strecke vom Aschaffenburger Südbahnhof über den Erbig und die Höhen des Maintals hinab nach Kleinwallstadt ist eine wunderbar abwechslungsreiche Runde direkt vor der Haustür. Die Kombination von schönen Pfaden, schattigen Mischwäldern und Ausblicken auf den Main macht die Route zu einer richtig stimmigen Tour.
🧭 Kurzübersicht der Tour
🚩 Start: Bahnhof Aschaffenburg Süd
🏁 Ziel: Bahnhof Kleinwallstadt
🚆 Anreise & Rückfahrt: Unkompliziert mit der Bahn zum Südbahnhof Aschaffenburg; zurück geht es entspannt mit der Regionalbahn von Kleinwallstadt. --> bahn.de
🚗 Anreise per Auto: Parken am Linde FH Gebäude und nach der Wanderung mit dem Zug zurück zum Auto.
🥾 Typ: Streckenwanderung
⛰️ Höhenmeter: ca. 360 hm
🕒 Gehzeit: ca. 4–5 Std. reine Gehzeit (mit Einkehr lieber 5,5–6,5 Std. einplanen)
📏 Länge: ca. 17 km
🍽️ Einkehr: Almhütte Kleinwallstadt (Öffnungszeiten beachten!)
⚠️ Anspruch: Mittel (ordentliche Anstiege zu Beginn und hinter Sulzbach)
🌳 Beste Zeit: Ganzjährig schön, besonders im Frühjahr und Herbst
Highlights der Tour:
Drei Kreuze auf dem Erbig mit Panorama über Aschaffenburg
Birkenallee & Obernauer Kapelle
Idyllisches Naturschutzgebiet Altenbach
Mainwanderweg mit Weitblick ins Maintal
Einkehr in der Almhütte Kleinwallstadt
Alte Weinbergsmauern beim Abstieg nach Kleinwallstadt
Die Anreise zum Startpunkt ist denkbar einfach: Der Südbahnhof in Aschaffenburg ist bestens an den Nahverkehr angebunden und damit ein perfekter Ausgangspunkt.
Vom Südbahnhof aus geht es zuerst durch die Wohnstraßen von Schweinheim. Den Asphalt lässt man aber schnell hinter sich, denn der Weg gewinnt rasch an Höhe. Das erste Zwischenziel sind die Drei Kreuze auf dem Erbig. Oben angekommen lohnt sich eine kurze Pause für den Ausblick über Aschaffenburg und das Umland.
Drei Kreuze Aschaffenburg Drei Kreuze Aschaffenburg-Schweinheim
Von den Drei Kreuzen aus umrunde ich den Erbig etwa zur Hälfte. Der Weg verläuft hier auf einem traumhaften Pfad, für mich persönlich einer der schönsten Abschnitte der gesamten Tour. An einer Stelle lohnt es sich, genauer auf den Boden zu achten: Hier begegnet man der Blauflügeligen Ödlandschrecke. Auf dem sandigen Weg sind die Tiere durch ihre Färbung perfekt getarnt und fast nicht zu erkennen. Erst wenn sie aufschrecken und losfliegen, kommen ihre leuchtend blauen Hinterflügel zum Vorschein.
Wanderweg am Erbig Wanderweg am Erbig Alte Eiche am Erbig Blauflüglige Ödlandschrecke
Anschließend folge ich der Birkenallee hinab zur Obernauer Kapelle. Von dort zieht sich ein schmaler Naturpfad hinunter ins Naturschutzgebiet Altenbach. Nach dem ruhigen Talabschnitt geht es auf der gegenüberliegenden Seite wieder bergan. Der Anstieg ist moderat und zieht sich nicht allzu steil nach oben, sodass man auf den abwechslungsreichen Wegen entspannt an Höhenmetern gewinnt.
Birkenallee Obernauer Kapelle Waldweg Brücke im Altenbachtal Pfad im Naturschutzgebiet Altenbach Esskastanien
Der Weg verläuft nun am Rand von Sulzbach entlang und führt auch ein kurzes Stück durch den Ort hindurch. Anschließend geht es wieder bergan hinein in einen stimmungsvollen Kiefern-Laub-Mischwald, wo ich an der kleinen Kapelle an der Pfingstweide vorbeikomme. Auf naturnahen Pfaden erreiche ich bald die Ortschaft Dornau zur linken Hand. Ein kleiner Abstecher führt mich direkt zur bekannten Weltachse. Früher wurde die Weltachse ja bekanntlich in Dornau geschmiert, heute erinnert hier das Denkmal an die alte Spessart-Anekdote.
Weltachse Dornau
Kurz darauf stoße ich auf den Mainwanderweg. In diesem Abschnitt verläuft der Weg als wunderschöner Pfad und führt mich direkt zur Christkönigskapelle. Von dort geht es weiter, und schon bald eröffnet sich ein erster fantastischer Blick auf den Main und das Maintal. Nach einem kurzen Waldstück folgt der für mich persönlich schönste Ausblick der ganzen Tour. Der Wald gibt unvermittelt die Sicht frei auf den Main, mit einem fantastischen Ausblick bis Frankfurt und den Taunus.
geschlossener Wald im Spessart CHRISTKÖNIGSKAPELLE Kleinwallstadt Blick auf den Main Blick auf das Maintal
Ein stetiger Abstieg führt mich den Plattenberg hinunter und schließlich Richtung Almhütte Kleinwallstadt. Dabei komme ich an einem Speierling vorbei, der gerade reichlich Früchte trägt. Der Speierling gehört zu den seltensten Baumarten Deutschlands, da seine Samen nur schwer keimen und er als lichtbedürftiger Baum im dichten Wald oft von schneller wachsenden Arten verdrängt wird.
Pfad Speierling
Die Almhütte kommt anschließend genau richtig für eine ausgiebige Rast. Ein kühles Getränk und eine deftige Mahlzeit bringen die Energiereserven für die letzte Etappe zurück.
Almhütte Kleinwallstadt Almhütte Kleinwallstadt Almhütte Kleinwallstadt
Das letzte Stück des Abstiegs verläuft entlang alter Trockensteinmauern ehemaliger Weinberge vollends hinunter nach Kleinwallstadt. Am Bahnhof geht es schließlich entspannt mit der Bahn zurück zum Südbahnhof Aschaffenburg.
Alte Weinbergmauern Alte Weinbergmauern Bahnhof Kleinwallstadt
Fazit
Aussichtspunkte wie der Erbig, die ruhigen (Wald-)Pfade und die Einkehr auf der Almhütte machen diesen Streckenabschnitt von Aschaffenburg nach Kleinwallstadt zu einer rundum gelungenen Tageswanderung.
Meine Tour auf Komoot (inkl. GPS-Download)
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