Leidersbach - RÃUBERpfad "Natur PUR erleben"
- Heiko
- 29. Dez. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. MÀrz 2024
KurzÃŒbersicht der Tour
Ausgangsort und Ziel:
Typ:
Rundwanderung
Gehzeit:
ca. 3,5 Stunden
Höhendifferenz:
â 350m â 350m
WeglÀnge (gesamt):
ca. 12 km
Anfahrt:
PKW: Wanderparkplatz am Ende der StraÃe "Am EichwÀldchen" (Anfahrt)
ÃPNV: Bus 62 Aschaffenburg-Elsenfeld, Haltestelle Leidersbach/Kapelle (Fahrplan)
Schwierigkeit:
mittel

Zum Jahresabschluss habe ich mir die Rundwanderung "RÃUBERpfad - Natur PUR erleben" in Leidersbach rausgesucht. Es gibt 6 "RÀuberpfade", die ihr hier auf der Webseite des Touristikverbandes e. V. RÀuberland finden könnt. Um eine âQualitÀtsregion Wanderbares Deutschlandâ zu werden, ist eines der Kriterien QualitÀtstouren nachzuweisen. Die RÀuberpfade wurden deshalb im Jahr 2023 neu angelegt.
Die Anfahrt nach Leidersbach und das Auffinden des Wanderparkplatzes in der StraÃe "Am EichwÀldchen" funktioniert ohne Probleme ð. Zu Beginn verlÀuft der Wanderweg, der mit einem schönen Wegweiserð gekennzeichnet ist, leicht ansteigend auf einem Wirtschaftsweg Richtung Volkersbrunn. Nach 250 m stehe ich vor einem Baum, in dem kunstvoll die Gesichter einer Frau und eines Mannes geschnitzt sind. Einfach toll gemacht und ich denke mir, welch schöne Talente in den Menschen schlummern.
Weiter folge ich dem RÀuberpfad der bald darauf etwas steiler wird und fÃŒr die nÀchsten 2 km bis auf 400 Höhenmeter ansteigt. Es ist angenehm ruhig im Wald, der immer wieder von Laub- auf Nadelwald wechselt. Das ist eine der Dinge, die ich am Spessart liebe. Nicht umsonst ist es das gröÃte Mischwaldgebiet in Deutschland. Hin und wieder spitzt die Sonne durch das sonst geschlossene Wolkendach. Oberhalb von Volkersbrunn komme ich aus dem Wald und habe einen schönen Blick auf die umliegenden HÃŒgel vom Dorf.
Es geht kurz am Waldrand entlang, bevor ich wieder in den Wald komme. Nun fÃŒhrt der RÀuberpfad auf einem alten Hohlweg den Berg hinauf. Hohlwege sind durch jahrhundertelange Nutzung von Fuhrwerken und Vieh sowie abflieÃendes Regenwasser entstanden. Auf der Höhe angekommen, wandere ich nach rechts in Richtung der Volkersbrunner Banneux-Kapelle. Diese hÃŒbsche, kleine Kapelle wurde im Rahmen der Dorferneuerung 2011 neu gestaltet. Leider ist sie verschlossen und ich kann nur einen spÀrlichen Blick ins Innere, durch das Fenster der TÃŒr werfen.
Der RÀuberpfad lÀuft nun kurz weiter bis zum Wanderparkplatz und macht kurz davor eine fast 180° Kehre. Jetzt passiere ich die Kapelle auf der anderen Seite. Nach kurzem Weg komme ich zum Aussichtspunkt: "Odenwaldblick". Von dort hat man, wie der Name schon sagt, einen wunderbaren Blick bis zum Odenwald und eine Bank lÀdt zum Verweilen ein. Der Wanderverein "Spessartfreunde Volkersbrunn" hat diesem Blick sogar ein eigenes Gedicht gewidmet:
Odenwaldblick
Oh Spessartwanderer, der du hier vorÃŒber ziehst,
genieà da Panorama, das du von hier oben siehst.
Sicher bist du weit gewandert schon,
der Blick in die Ferne ist der MÃŒhe Lohn.
Volkersbrunn liegt dir zu FÃŒÃen,
der Odenwald lÀsst aus der Ferne grÃŒÃen.
Du wirst doch jetzt nicht davon eilen,
die Bank steht da, um zu verweilen.
Die Natur hat hier viel zu bieten,
danke Gott und sei zufrieden.
Sei dir bewusst und denk daran,
zu spÀt kommst du niemals an.
Nachdem ich ein wenig verweilt habe ð, wandere ich weiter und muss erstmal einen umgebrochenen Baum umrunden. Bald treffe ich auf ein Blatt, das am Baum hÀngt, dies macht mich auf einen alten Grenzstein aus dem Jahre 1618 aufmerksam. Schon ein kleines Wunder, dass der Stein nach ÃŒber 400 Jahren immer noch an Ort und Stelle steht!
UnspektakulÀr geht es zum Teil auf schönen, nicht befestigten Wegen weiter bis zu meinem Einkehrziel, dem Hohe-Wart-Haus, das zur Stadt Aschaffenburg gehört.
Zur Geschichte: Antonius Sartor, JÀgersmann zu Volkersbrunn, errichtete im Jahr 1733 - mitten im Wald - eine JagdhÃŒtte, um die vorbei fahrenden Kutschen zu bewirtschaften. Der Weg an der Hohen Warte war damals der direkte Weg zwischen Schloà Mespelbrunn und dem Aschaffenburger SchloÃ. Seinen Namen finden wir in Stein gemeiÃelt auf dem Sockel des HÀusleins, die Inschrift lautet âAntonius Sartor, Förster zu Volkersbrunn 1733â.
Heute ist das Haus eine tolle GaststÀtte mit frisch gebrautem Bier aus eigener! (Ich mag ja das Dunkle ðºð) Hausbrauerei und zÃŒnftiger regionaler KÃŒche. Leider ist in der GaststÀtte kein Platz mehr fÃŒr mich, so muss ich drauÃen essen, es ist aber zum GlÃŒck nicht allzu kalt.
Egal, jetzt genieÃe ich erstmal mein Essen. Dabei werde ich von mehreren Leuten angesprochen, die einen belassen es beim Gruà "lass es dir schmecken" andere finden es toll, dass ich mich "raushocke" um hier alleine zu essen (naja allein war ich nie ð ).
Einmal geht auch das beste Mal zu Ende, so setze ich meine Wanderung auf dem RÀuberpfad fort. Der Wegweiser fÌhrt mich gleich hinter dem Hohe-Wart-Haus links den Berg hinunter. Es geht etwas steiler bergab und der Hohlweg ist durch die vielen RegenfÀlle ziemlich tief und rutschig. Ich muss mich konzentrieren, nicht auf der Nase zu landen. Ein StÌck weiter treffe ich kurz auf einen Schotterweg, von dem es aber gleich wieder nach links auf einen Waldweg geht. Es ist ein toller Weg, der sich öfter mit Hohlwegen abwechselt und mich zurÌck nach Leidersbach bringt.
Nun geht es durch Leidersbach hinunter bis zur Marienkapelle an der HauptstraÃe. Nach der Besichtigung (die war offen ð) der Kapelle ÃŒberquere ich die StraÃe. Auf der gegenÃŒberliegenden Talseite geht es nochmal knackig 700 m bergaufð¥µ. Um gleich darauf wieder ins Tal abzusteigen. Im Dorf ÃŒberquere ich wieder die HauptstraÃe und laufe die StraÃe entlang, an deren Ende ich geparkt habe.
Schön wars!
Fazit: Eine schöne Rundwanderung, tolle Einkehr im Hohe-Wart-Haus.
Besonders empfehlenswert im Sommer, da ein GroÃteil des Weges im Wald verlÀuft.
Ich habe mir vorgenommen den einen oder anderen "RÀuberpfad" noch zu erwandernð.
Einkehrmöglichkeiten:
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Die Inhalte und meine persönliche Meinung, die ich in diesem Beitrag wiedergebe, wurden nicht beeinflusst.

















































